Sylwia Patron erzählt…

„Ehrenamt – das heißt Leistung, ohne nach Belohnung zu rufen,
das heißt Arbeit, ohne auf Karriere zu hoffen,
das heißt Einsatz, ohne auf die Uhr zu schauen“.[1]
Vor nicht langer Zeit wurde ich von einem sonst sehr netten Mitmenschen gefragt: „Warum sollte ich mich ehrenamtlich sozial engagieren? Lohnt es sich überhaupt, freiwilliges Engagement auszuüben?“ Mitmenschen, die sich diese Frage oft stellen, möchte ich sagen, dass ehrenamtlich tätige Bürger/Innen das Herz und die Seele unserer Gesellschaft sind. Den Rest des Beitrags lesen »
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Unsere Diskussionsgäste (Teil 2)

Liebe BlogbesucherInnen,

wie wichtig ist gegenseitige Akzeptanz und Interaktion zwischen Menschen mit und ohne Behinderung für uns? Was gibt es für Möglichkeiten, um in Interaktion mit Menschen mit Beeinträchtigungen zu treten? Wo kann man sich diesbezüglich informieren? Wie genau und warum das so ist, dem wollen wir mehr nachgehen und deswegen organisieren wir die Veranstaltung „Vielfalt interaktiv erfahren“ am 26.  September 2011. Und darauf freuen wir uns schon irrsinnig und ganz besonders auf unsere sechs offiziellen Diskussionsgäste. In dem vorherigen Artikel haben wir Ihnen die ersten drei Gäste vorgestellt. Sie haben mehr über die Leiterin der Geschäftsstelle SeHT Münster e.V., Frau Elisabeth Leifheit, über den Vertreter des Blau-Weiss-Aasee e.V. Sportvereines, Herrn Björn Wagner und den Leiter von Büromöbel und Einrichtungen „Franke&Franke“, Herrn Benjamin Franke sowie ihrer Arbeit erfahren.  Hier möchte ich Ihnen Informationen über Frau Doris Rüter, Frau Anja Stehling und Frau Dina Hamza geben.

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Inklusion in der Praxis

„Aufbruch bedeutet, sich ins Unbekannte, Ungewohnte

und Ungewisse zu wagen. So wird das Leben zu einer

Entdeckungsreise, die uns oft nicht dahin führt, wohin

wir kommen wollten und uns oft nicht finden lässt,

was wir zu finden hofften, uns dafür aber Bereiche

erschließen lässt, von deren Existenz wir keine Ahnung

hatten.“ (Rudolf Stertenbrink, in Wolf, 2004, S. 32)

Liebe BlogbesucherInnen,

Das Wort „Inklusion“ klingt seit geraumer Zeit an unser Ohr. Sprachlich ist Inklusion etwas sperrig, klingt oft wie ferne Utopie und scheint so weit von der Realität entfernt zu sein. Dieser Begriff wird es sowohl in der wissenschaftlichen Literatur als auch in der Praxis verwendet, um die Ziele der Arbeit für und mit Menschen mit Behinderung zu schildern.

„Die selbstverständliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung an allen gesellschaftlichen Bereichen wird als ‚Inklusion‘ bezeichnet“. (1) Mit anderen Worten, Menschen mit Behinderung sind Bürgerinnen und Bürger, uneingeschränkt – mit allen Rechten und Verpflichtungen; die „von Anfang an ganz selbstverständlich zu unserer Gesellschaft dazugehören, mitten unter uns leben, also wohnen, den Kindergarten und die Schule besuchen, arbeiten und ihre Freizeit gestalten und dort auch die Hilfen bekommen, die sie benötigen“ (2), wie die Behindertenkoordinatorin der Stadt Münster, Frau Doris Rüter, während des Neujahrsempfangs der Lebenshilfe Münster den Begriff der Inklusion beschrieb.

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Sylwia Patron erzählt… Persönlicher Erfahrungsbericht

Vor über 8 Monaten bin ich in das Projekt „Wir für uns in Europa“ eingestiegen. Diesen Moment werde ich nie vergessen. Ich habe damit nicht gerechnet, dass ich eine Chance bekommen werde, um eine grenzüberschreitende Kultur der Anerkennung des sozialen Engagements zu fördern.

Ich hoffe, dass ich meine Mission in dem Projekt durch meine aktive Teilnahme an der deutsch-bulgarischen  Jugendinitiative erfüllt habe. Dies soll sich in folgenden Aufgaben wiederspiegeln:

1. Projektentwicklung:

– ich habe die deutsche Gruppe bei der Arbeit an den Fragen von Befragungen zum Thema „Inklusion und ehrenamtliches Engagement“ für Deutschland, Bulgarien und  Polen unterstützt; mit Hilfe Yanicas Grachenova habe ich die Fragen für Interviews (unter besonderer Berücksichtigung der Inklusion und aktiver europäischen Bürgerschaft) in Polen und Deutschland erarbeitet; ich habe gelernt, das Fremde nicht als Bedrohung erleben, sondern als Chance auf die Entwicklung meiner Identität: ich habe mich in die Lage einer anderen  Kultur versetzt, um aus ihrer Perspektive, meine eigene heimische Kultur zu beobachten. Die Nationalität, die Sprache und die Religion haben bei der Gestaltung der Jugendinitiative keine Rolle gespielt. Diese entscheiden doch nicht über das Sein.

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Inklusion, gesehen mit den Augen des polnischen Staatsbeauftragten für Belange von Menschen mit Behinderung: Herr Jaroslaw Duda

Hallo zusammen,

am 8 August 2010 hatte ich die Gelegenheit, mich persönlich mit dem Staatsbeauftragten der polnischen Regierung für Belange behinderter Personen, Herrn Jarosław Duda, zu treffen.  Ich habe im Rahmen der transnationalen Jugeninitiative „Wir für uns in Europa“ ein schönes Gespräch mit dem Politiker gehabt, das dessen Schwerpunkte ich ins Deutsche übersetzte.  Im Artikel  „Das Interview mit dem Staatsbeauftragten der polnischen Regierung für Belange behinderter Personen Jarosław Duda – polnische Version“ habe ich Herrn Duda bereits vorgestellt.

Viel Spaß beim Lesen

Sylwia

Der Inhalt des Interviews:

1. Was bedeutet Ihrer Meinung nach „Behinderung“? Wie würden Sie „Menschen mit Behinderung“ definieren?

Die „Behinderung“, und demnach „Menschen mit Behinderung“ sind unterschiedlich im Sozialrecht einzelner europäischen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union definiert. Meiner Meinung nach sind diese Termine d.h. „Behinderung“ und „Menschen mit Behinderung“ sehr treffend von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in angenommener Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (Die International Classification of Functioning, Disability and Health -ICF) im Mai 2001 bestimmt worden. In diesem sehr wichtigen Dokument, „Beeinträchtigung“ (eng. disability) bestimmt man als mehrdimensionale Erscheinung, die aus Wechselwirkungen zwischen Menschen und des sie umgebenden physischen und sozialen Umfelds.

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Das Interview mit dem Staatsbeauftragten der polnischen Regierung für Belange behinderter Personen, Herrn Jarosław Duda – polnische Version

Hallo zusammen,

ich möchte mitteilen, dass ich am 17. August 2010 ein Interview in Polen durchgeführt habe. Ich hatte ein nettes und schönes Gespräch mit Polens Staatsbeauftragten  für Belange behinderter Personen, Herrn Jarosław Duda.

Die Funktion des Vertreters der Regierung für Personen mit Behinderungen übt Herr Jarosław Duda seit 21. November 2007 aus. Er ist darüber hinaus Staatssekretär im Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik.

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Meine Erinnerung an den Film

Am Samstagabend, dem 4 Dezember 2010,  stand der Film im Rahmen der Jugendinitiative „Wir für uns in Europa“  auf dem Programm. Rasch ließ die Müdigkeit nach, denn der Film entpuppte sich als großartig. Er bietet einen tollen Blick in die Entwicklung des deutsch-bulgarischen Projekts.

Hm.., we did it again. So könnte ich einen Artikel über uns, die Teilnehmer/innen des Projekts, anfangen. Wir schaffen es immer Rollen zu spielen, die extrem schön und echt wirken und zum Nachdenken anregen. Der Film, der die Geschichte über die Entstehung und das Wachstum unserer Jugendinitiative präsentiert hat, hat alle Episoden zusammengeschweißt.

Bis Samstagabend konnte ich nicht glauben, dass wir in den letzten Monaten dazu beigetragen haben, dass unser noch im Mai geplantes Treffen zustandekam. Die Zeit lief so schnell weg, dass ich dachte, mir die ganze Story erfunden zu haben. Es war wirklich schön zu sehen, die Motivation im Gesicht und die Träne in den Augen aller Teilnehmer/innen. Ich war wirklich stolz auf uns und auf mich selbst!!! Das erste Mal konnte ich sagen, dass ich alle Schauspieler und Schauspielerinnen persönlich kenne. Das Gefühl, das mich an diesem Abend begleitete, werde ich niemals vergessen. Unglaublich. Alle durchgeführten Interviews, alle Workshops … haben wirklich stattgefunden. Ich habe die Menschen, die sich in diesem Film ausgesprochen haben, im September kennengelernt. Ich habe mir das Ganze nicht ausgedacht. Ich bin ein Teil der Geschichte.

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