Das Projekt „Gemeinsam Europa gestalten“ bei einer „Weltreise durch Wohnzimmer“

Snimki_Razlog_3pngDas Projekt „Gemeinsam Europa gestalten“ ermöglichte es den deutschen Teilnehmenden, Bulgarien anders kennenzulernen, als aus der Sicht von Touristen. So teilten sie in ihren Blogartikeln, als sie ihre Erfahrungen in der bulgarischen Stadt Razlog reflektierten, mit:

„Ich habe in meiner Vergangenheit viele Erfahrungen in anderen Ländern und Städten machen dürfen, aber selten waren diese so nachwirkend wie der Austausch und die Eindrücke in Razlog. Der Grund dafür ist wahrscheinlich, dass ich nicht die Touristenbrille auf der Nase hatte.“ (Quelle: https://europagemeinsam.wordpress.com/author/jonasoletti/)

Wenn man die Blogartikel der Teilnehmenden liest, kann man sehen, wie schön emotional und spannend die Projektzeit war und wie viel jeder für sich mitgenommen hat (s. europagemeinsam.wordpress.com). Bulgarien nicht mit der „Touristenbrille“ zu sehen, nicht als Zuschauer, sondern mittendrin als Mitwirkende unter Bulgaren. Aus dieser Perspektive konnten die Deutschen Bulgarien kennenlernen. Auch die Bulgaren hatten die Gelegenheit, durch das Treffen mit den deutschen Teilnehmenden Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen und neue Aspekte der eigenen Kultur zu reflektieren.

Diese Gelegenheit bot auch die „Weltreise durch Wohnzimmer“. Bei dieser Veranstaltung, organisiert durch die Volkshochschule (VHS) in Kleve, kann man verschiedene Länder durch den Kontakt mit Personen mit Migrationshintergrund kennenlernen. Diesmal ging die Reise zu mir „nach Bulgarien“. Bei bulgarischer Musik und bulgarischen Speisen habe ich in meinem Wohnzimmer über Bulgarien erzählt. Aber nicht den klassischen Blick durch die Touristenbrille wollte ich bieten, sondern die Vermittlung meiner Lebenserfahrung. Dabei stand im Mittelpunkt meine Erfahrung  als Coach und Workshop-Leiterin des Projekts „Gemeinsam Europa gestalten“: Wie habe ich Bulgarien erlebt, hinsichtlich des Engagements der Teilnehmenden in Razlog, z. B. bei den Treffen mit benachteiligten Personen vor Ort und mit der Diskussion mit dem Oberbürgermeister der Stadt Razlog? Welche kulturell bedingten Konflikte gab es zwischen den bulgarischen und deutschen Teilnehmenden und wie ist man mit diesen umgegangen? Wie sehen die internationalen Teilnehmenden Bulgarien vor dem Hintergrund ihrer reflektierten Projekterfahrung?

Da ich nicht wollte, dass ich einfach mal über das Projekt erzähle, sondern darüber hinaus mehr über die TeilnehmerInnen der „Weltreise“ erfahre, habe ich die Veranstaltung mit einem Spiel aus dem Bereich der interkulturellen Bildung beendet. Denn durch Erzählen kann man natürlich viel bewirken, aber durch gezieltes Miterleben, bei dem man sich nicht als Teil „des Publikums“ fühlt, sondern aktiv mitmacht, kann man sich der kulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten bewusster werden und das andere Land tiefer kennenlernen.

Ich bedanke mich sehr herzlich für die Einladung der VHS in Kleve, diesen Abend mitzugestalten! Es hat mir ganz viel Spaß gemacht!

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: