Ein Überblick über unsere Projekte

Die transnationale Jugendinitiative „Wir für uns in Europa“ >>> ist seit Januar 2011 erfolgreich abgeschlossen. Wir – junge Menschen mit und ohne Behinderung, mit und ohne Migrationshintergrund und mit unterschiedlicher sozialer Herkunft – engagieren uns weiterhin ehrenamtlich, begeistert für die Idee der Inklusion. Bei jeder Folgeinitiative des EU-Projektes machen auch neue Personen mit. Zentral bei unseren Initiativen ist, Inklusion nicht nur zum Thema zu machen, sondern auch in der Praxis zu erleben. So steht die selbstbestimmte Organisation im Zentrum jedes Projekts. So bereichern wir einander und erweitern gemeinsam unsere Inklusionserfahrungen. 

Unsere Folgeinitiative  „Vielfalt interaktiv erfahren“ >>> fand statt: am 26.09.2011 im Plenarsaal des LWL-Landeshauses>>>

Bei beiden Projekten wurde Inklusion als Problemfeld thematisiert. Dies schien uns zunehmend nicht mehr angemessen. Wenn Inklusion das neue Gesellschaftsmodell ist, dann soll es vorteilhaft und lebenswert für alle sein. Daraus ist unsere Projektidee gewachsen: „Inklusion macht Spaß“ >>>

Unter dem Motto „Inklusion für alle“ setzten wir uns mit der Situation der Flüchtlinge auseinander und organisierten die interkulturellen Aktionstage am Overberg-Kolleg am 23./24. Juni 2015 mit: „Grenzen überwinden – einander begegnen“>>>

Unsere Erfahrungen und Erkenntnisse fließen nun in unsere aktuelle Initiative ein, gefördert durch das EU-Programm „Erasmus+“ im Bereich „Strategische Partnerschaft“ (KA2):   Das EU-Projekt „Gemeinsam Europa gestalten“>>>

Über unsere aktuelle Projektarbeit erfahren Sie von unseren Blogartikeln (s. unten). Um stets über Aktuelles informiert zu werden, haben wir für Sie einen E-Mail Dienst eingerichtet (E-Mail-Feld rechts). Bei Fragen schreiben Sie bitte an: a_velkova@yahoo.de (Anni Velkova) oder sv.buhlmann @ gmail.com (Svetlana Buhlmann).

Wie ist die gegenwärtige Situation vonsozial Benachteiligten in beiden Ländern? Wie kann diese durchwechselseitigen Erfahrungsaustausch verbessert werden?

Einladung: „Europa – lebenswert für mich“ – Filmvorführung und Diskussion im LWL-Landeshaus am 11. Dezember 2015 in Münster

Jeder merkt heutzutage: Soziale Probleme in einem EU-Staat beeinflussen das Wohlergehen in einem anderen!

Insgesamt 29 Projektteilnehmende mit und ohne Behinderung und mit unterschiedlicher sozialer Herkunft aus Deutschland und Bulgarien gestalten Europa, indem sie Ideen entwickeln, wie ihre Heimatstädte inklusiver und lebenswerter werden können. Ihre Erkenntnisse gewannen sie während zehn gemeinsamer Inklusionstage in Bulgarien (hier können Sie den Bericht einer der Teilnehmenden lesen).

Nun möchten sie ihre Erkenntnisse mit Interessenten teilen und so zur anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Kultur und Verwaltung anregen zum Thema:

 

„Europa – lebenswert für mich“: Wie können Europa und meine Stadt lebenswerter werden?

 

Mehr Information über die Filmvorführung und die Diskussion findet sich im Konzept der Veranstaltung (s. unten):

Klicken Sie auf dem Bild, um Information über die Veranstaltung in leichter Sprache zu lesen

 

Im Podium werden folgende Diskussionsgäste sein:

  • Herr Christoph Strässer, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung
  • Frau Doris Rüter, Behindertenbeauftragte der Stadt Münster
  • Frau Petra Stahr-Hitz, Leiterin von NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW
  • Frau Svetlana Buhlmann, Mitgründerin der EU-Projektgruppe „Wir für uns in Europa“

Die Veranstaltung moderiert Anni Velkova, Projektcoach im Bereich der interkulturellen und politischen Bildung.

 

Wann: 11. Dezember 2015 um 17:30 Uhr

Wo: Plenarsaal des LWL-Landeshauses (Freiherr-vom-Stein-Platz 1, 48133 Münster)

Herzlich willkommen! Eintritt frei!

 

Hier können Sie ihre Flyer und Plakate sehen:

 

Klicken Sie auf dem Bild, um das Plakat zu sehen

 

Klicken Sie auf dem Bild, um den Flyer zu sehen

 

Herzliche Grüße
Svetlana

Erfolgreiche Inklusionstage in Bulgarien Ende Juli 2015

Hallo von mir,

auch wenn die Zeit schnell vergeht, schöne Erinnerungen verblassen langsam. Das gemeinsame deutsch-bulgarische Treffen war ein gelungener Erfolg, alle Teilnehmenden hatten Spaß dabei und lernten nicht nur sich gegenseitig kennen, sondern auch vieles über das Thema „Lebenswerte Städte“. Ihre Erfahrungen schildern sie im Blog „Gemeinsam Europa gestalten“ (https://europagemeinsam.wordpress.com/), es lohnt sich, ihre Worte zu lesen!

Was meine Erlebnisse während des Treffens angeht – ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, an diesem Projekt mitwirken zu können! Es war einfach wunderbar zu erleben, wie die anfangs schüchternen und gleichzeitig neugierigen Blicke sich mit der Zeit in herzlich lachende, glückliche, zueinander offene Gesichter wandelten. Gleichzeitig war die Ernsthaftigkeit der in den Workshops behandelten Themen (siehe das Programm für das Treffen, zu finden links auf der Blog-Seite des Projekts „Gemeinsam Europa gestalten“) den Teilnehmenden immer bewusst, das bewiesen die tiefgreifenden Diskussionen, die unter ihnen geführt wurden.

Damit dieses Treffen so gut realisiert werden konnte und allen Teilnehmenden gefiel, war ein langer Weg notwendig, angefangen mit der Idee (Initiator des Projekts ist die deutsche Gruppe „Wir für uns in Europa“, Partner in Bulgarien ist die Stiftung „Das Feuer des Orpheus“) über die Unterstützung von mehreren Kooperationspartnern (s. Seite „Partner und Unterstützung“) und die unermüdliche Arbeit vieler Menschen. Ich bedanke mich herzlich im Namen von allen bei:

Ausstellung2Anna Velkova unterstützte und unterstützt diesen Prozess als Coach: sie schulte Teilnehmende der Gruppe, das Projekt vorzubereiten und durchzuführen, stellte das Programm für das Treffen anhand der Anforderungen für interkulturelle Bildung zusammen und brachte entsprechende Argumente ein, sodass das Projekt “ Gemeinsam Europa gestalten“ in Bulgarien stattfinden konnte. Sie führte gemeinsam mit Thomas Rehm über 10 tolle Workshops während des Treffens und plante weitere drei methodisch. Sie bereitete zusammen mit Thomas Rehm alles vor, was benötigt wurde, um die Workshops so durchzuführen, dass alle Teilnehmenden in der Lage waren, ihr volles Potenzial zu entfalten. Evgenia Tagareva half immens mit ihren Kontakten in allen Bereichen sowie mit ihrem Wissen über die Stadt Razlog bei der hervorragenden Organisation des Treffens in Razlog. Weiterhin inspirierte sie alle mit dem von ihr geführte Musik-Workshop. Svetlana Goranova half bei der Organisation des Treffens, führte den interessanten Seminar „World Cafe“ und dolmetschte während des Treffens. Martin Ivanov, Rosen Vitanov und Michail Hadziev dolmetschten und standen besonders den Teilnehmenden mit Behinderung während des Programms und in ihrer Freizeit zur Seite. Viktoria Ilieva übersetzt unermüdlich Artikel aus dem deutschen Blog ins Bulgarische. Die Assistenten der bulgarischen Teilnehmenden mit Behinderung unterstützten nicht nur diese, sondern kümmerten sich mütterlich um alle von uns (z. B. das super leckere Tiramisu von Milena oder die Hilfe bei der Logistik). Ich selbst dolmetschte und bot einen Workshop während des Treffens an, sowie übersetze die Artikel des bulgarischen Blogs ins Deutsche und unterstütze technisch die Teilnehmenden (beispielsweise beim Bloggen, bei der Formatierung und dem Design von Dokumenten etc.).

Vielen Dank an alle Projekt-Teilnehmenden, die bei der Organisationsarbeit halfen und/oder sich mit (eigenen) Workshops beim Treffen beteiligten (wenn ich hier beginnen würde, alle aufzuzählen, müsste ich die Namen fast aller 29 Teilnehmenden aufschreiben)! Herzlichen Dank, liebe Projekt-Teilnehmende, für Eure Eigeninitiative und Kreativität!

DiskussionIch bin froh, dass das Treffen im Rahmen des Projektes in der Stadt Razlog stattfinden konnte und alle sich so gut in diesen zehn Tagen fühlten! Es gab viele Momente während der Workshops und in der Freizeit, wo es herzliche Bilder der Inklusion gab – die Teilnehmenden waren auf einer Wellenlänge, unabhängig woher sie kamen, welche Sprache sie sprachen, ob sie mit oder ohne Behinderung waren🙂 Viele dieser Momente haben die Teilnehmenden selbst beschrieben (s. https://europagemeinsam.wordpress.com/), ihre Artikel inspirieren uns! Die super kreative inklusive Gruppe, die ich erlebte, bleibt in meinem Herzen!

Herzliche Grüße,

Svetlana

Ausstellung

„Gemeinsam Europa gestalten“ in Bulgarien in den Sommerferien 2015

Hallo!

Wie das Feedback zu unseren Erfahrungen >>>  im Rahmen des EU-Projektes „Wir für uns in Europa“>>> und seiner Folgeinitiativen zeigt, hat uns die Projektarbeit bereichert und nicht zuletzt viel Spaß gemacht. Deswegen nehmen unsere Projektideen kein Ende. Unsere Vorliebe für die Gestaltung von Jugendprojekten bleibt unverändert. Daher möchten wir nun eine Jugendinitiative in Bulgarien realisieren, bei der wir unsere langjährigen praktischen Erfahrungen anwenden. Junge Menschen im Alter von 16 – 30 Jahren sind herzlich eingeladen, am Projekt teilzunehmen! Auch dieses Mal möchten wir die Projektarbeit von Anfang an transparent gestalten, damit sich jeder, der möchte, mit eigenen Ideen und Wünschen einbringen kann. So wird sich für die ProjektteilnehmerInnen die Gelegenheit ergeben, zum einen zu erfahren, wie ein EU-Projekt von Anfang an entsteht, und zum anderen mitzuwirken und sicherzustellen, dass ihre Interessen und Wünsche bei der Projektduchführung berücksichtigt werden. Es liegt an jedem, für sich zu entscheiden, inwieweit er davon profitieren möchte. Außerdem werden alle ProjektteilnehmerInnen einen Youthpass mit einer Beschreibung ihrer erworbenen Kompetenzen erhalten. Im Youthpass derjenigen, die sich an der Organisation der Jugendinitiative beteiligen, wird auf ihre Kompetenzen im Bereich „Entrepreneurship“ bzw. Projektmanagement hingewiesen.

Worum geht es konkret bei dieser Jugendinitiative?>>>

Deutsche und bulgarische junge Menschen mit und ohne Behinderung sowie mit Romaherkunft und mit sozialen Problemen wollen sich in Bulgarien in den Sommerferien 2015 treffen, um ca. zehn Inklusionstage zu erleben und dabei gemeinsam Ideen zu entwickeln und diese  künstlerisch zu zeigen, wie sie die kleine bulgarische Stadt Razlog lebenswerter gestalten können. Jeder darf sich nach eigenen Interessen und Möglichkeiten daran beteiligen: durch Gesang, Tanz, Musizieren, Bühnenaufbau, Unterstützung von Menschen mit Behinderung, Teilnahme an Foto- und Filmdokumentationsterminen etc. Thematische Workshops und eine Reise nach Plovdiv, einer der Kulturhauptstädte Europas 2019, sollen dazu dienen, dass die ProjektteilnehmerInnen vielfältige Eindrücke sammeln, die sie mit ihren Ideen widerspiegeln können.

Thematische Fragen:

Wie oben angedeutet, sind in diesem Projekt die Fragen zentral: Was macht einen Wohnort wirklich lebenswert? und Was kann jeder Bürger tun, um einen Ort lebenswerter zu gestalten?

So können sich die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer mit Text, Fotos, kurzen Filmen oder Interviews je nach Interessen und Möglichkeiten zu den Fragen austauschen:

Was gefällt mir dort, wo ich wohne?

Was möchte ich, dass besser wird?

Was sollte jeder tun, damit es besser wird?

Nach dem Treffen können sie dann Ideen entwickeln, wie ihre Wohnorte attraktiver und lebenswerter für (junge) Menschen gestaltet werden können. Diese Ideen und die Erfahrungen in Razlog können sie dann in ihrer Heimat präsentieren.

ProjektteilnehmerInnen:

An dem Projekt darf jeder im Alter von 16 – 30 Jahren teilnehmen. Verpflegung, Übernachtung und alle Veranstaltungen im Rahmen der Jugendinitiative in Bulgarien finden in einer barrierefreien Umgebung statt. Darüber hinaus wird für die Sicherheit der jungen Menschen vor Ort gesorgt.

Wer Interesse an einer Teilnahme hat, kann sich gerne melden bei Bernd Volmer unter be.vo.w9@gmail.com oder Anni Velkova unter a_velkova@yahoo.de

Es freuen sich auf viele aktive ProjektteilnehmerInnen

Bernd und Anni

Interkulturelle Bildung: Lernen fürs Leben

Hallo!

Die letzten Tage vor der Veranstaltung am 07.05. 2014 >>> habe ich mich mit einer anderen zentralen Frage der Stiftung Mercator befasst: Welche Kompetenzen sollen jungen Menschen vermittelt werden, um sie auf die sich ständig wandelnde Welt vorzubereiten?

Die Unterschiede in den Denk- und Lebensweisen der Bevölkerung in Nord- und Südeuropa sowie in West- und Osteuropa sind bis heute zu spüren. Mit Blick auf die unterschiedliche Entwicklung und damit verbundenes geschichtliches und kulturelles Erbe der einzelnen europäischen Länder könnte sogar behauptet werden, dass es mehr gibt, was Bürgerinnen und Bürger der europäischen Staaten trennt als einFotoasstellung in Münstert. Man darf jedoch eine wichtige Tatsache nicht vergessen: Wir leben im Zeitalter der Globalisierung, und deswegen werden wir, ob wir wollen oder nicht, den Herausforderungen einer Welt der Interdependenz und Verwundbarkeit ausgesetzt. Insbesondere durch die Mitgliedschaft in der EU müssen wir aufgrund der fortgeschrittenen Wirtschaftsintegration zusammenarbeiten und -leben. Davon ausgehend eint uns mehr denn je unsere Verbundenheit im Leben und daher unsere gemeinsame Zukunft in Europa. Junge Menschen sollten deswegen lernen, auf gleichberechtigter Basis zu kooperieren, um Europa gemeinsam zu gestalten. Voraussetzung für ihre Zusammenarbeit ist, wie im letzten Artikel erklärt, Misstrauen und Vorurteile einander gegenüber zu überwinden,  indem die Fähigkeiten der Jugend zu einem menschenwürdigeren Umgang miteinander und ihr europäisches Denken gefördert werden. Der Schlüssel ist die Entwicklung eines vorurteilsfreien und offenen Umgangs mit Verschiedenheit im Sinne der Inklusionsidee  durch sinnvolles experimentelles Lernen, indem bei jungen Menschen Kompetenzen wie Konfliktfähigkeit, Übernahme von (sozialer) Verantwortung, Unternehmergeist, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, etc. gefördert werden. Hierfür spielen Projekte wie die transnationale Jugendinitiative „Wir für uns in Europa“ meiner Meinung nach eine große Rolle.

Junge Menschen sollen erleben können, dass Vielfalt in Europa als eine Chance zur gegenseitigen Bereicherung genutzt werden kann. Dieses Ziel erreichten wir in der transnationalen Jugendinitiative, indem wir – im Sinne einer gelebten Inklusion – die eigenen Talente und die der anderen zu erkennen und Raum für die Nutzung der Talente zu schaffen versuchten. Ich habe extra „versuchten“ Den Rest des Beitrags lesen »

Reflexion unserer Projektarbeit im Kontext der Bedeutung der interkulturellen Bildung für die Gestaltung Europas

Hallo!

Ich freue mich über die Einladungen zur Präsentation der Projektergebnisse. In der Vorbereitungsphase gibt es jede Menge Arbeit, die darin besteht, unsere Projektarbeit in einem bestimmten Kontext zu reflektieren und schließlich die Zusammenhänge zwischen dem jeweiligen Veranstaltungsthema und unseren Projekterfahrungen klar zum Ausdruck zu bringen. Insbesondere durch Gespräche meistens mit den TeilnehmerInnen an unseren Projekten gelange ich zu neuen Erkenntnissen in Bezug auf unsere Projekterfahrung und -ergebnisse. Das ist ein Prozess, bei dem auf Grundlage des bereits Erkannten und durch die angeregten Veranstaltungsthemen neue Ideen eingebracht werden. So werden bei jeder Präsentation unserer Projektarbeit neue Aspekte unserer gemeinsamen Erfahrungen beleuchtet. Jede Präsentation läuft deswegen immer anders, beinhaltet etwas Neues und regt deswegen zur (persönlichen) Entwicklung an. Vor diesem Hintergrund empfinde ich diese Arbeit als sehr spannend und habe viel Spaß dabei!

Nun freue ich mich, einige meiner Erkenntnisse hier bekannt zu machen. Ich konzentriere mich erstmals auf eine zentrale Frage der Stiftung Mercator: Welche Rolle spielen Kultur und Bildung bei der Gestaltung Europas?

P1010602Meiner Meinung nach sollten wir als europäische Bürgerinnen und Bürger bei der Gestaltung Europas mitwirken, um die Aufrechterhaltung demokratischer Prozesse und eine nach unseren Vorstellungen wünschenswerte Zukunft Europas zu sichern. Unserer gemeinsamen Gestaltungskraft steht ein Problem entgegen, das durch kulturelle Bildung gelöst werden könnte: Die so genannte europäische Kultur ist durch jahrhundertelange Kriegführung und Unterdrückung unter den Europäern geprägt. Sie kann deswegen, meines Erachtens, keineswegs als solide Basis der Entwicklung einer europäischen Identität und einer europäischen Gemeinschaft dienen, denn sie reflektiert ein Bewusstsein, das durch selbstverständliches Misstrauen, Angst vor dem Neuen und nationalstaatliches Denken geprägt ist. Es liegt an uns, die europäische Kultur neu aufzubauen, die durch Inklusion und einen menschenwürdigen Umgang miteinander gekennzeichnet wird. Dieser Kulturwandel bedarf, meiner Meinung nach, einer Bewusstseinsveränderung.

Sollten wir uns für eine europäische, durch den Inklusionsgedanken geprägte Kultur entscheiden, sollte Bildung den Prozess der Bewusstseinsveränderung fördern: Durch experimentelles sinnvolles Lernen, das Projekte, wie zum Beispiel die transnationale Jugendinitiative „Wir für uns in Europa“, bieten, sollten wir genug neue Erfahrungen machen, dass das Neue und das Fremde bereichernd in unserem Leben sein können. Dem Neuen und dem Fremden würde dann eine neue Bedeutung beigemessen; sie würden als wünschenswert für unsere (persönliche) Entwicklung begriffen. Aufgeschlossenheit gegenüber Verschiedenheit würde dann selbstverständlich gelebt werden. Dieses neue Bewusstsein ist meiner Meinung nach die Voraussetzung für einen Umgang miteinander auf einer Augenhöhe. Jeder Mensch mit seinem sozialen Hintergrund, kulturellem Erbe etc. ist gleichwertig und kann zur Bereicherung der Gemeinschaft beitragen. Dieses Bewusstsein sehe ich als eine Voraussetzung für ein gleichberechtigtes bzw. inklusives Zusammenleben der Europäer und für das Wachsen des Vertrauens zueinander. Den Rest des Beitrags lesen »

Einladung zur Teilnahme am Bildungsdiskurs der Stiftung Mercator in Duisburg am 07.05.2014

Hallo!

Ende November 2012 wurden die Ergebnisse unseres EU-Projekts „Wir für uns in Europa“ im Zusammenhang mit dem Bestreben der Stadt Münster, zu einer inklusiven Stadt zu werden, thematisiert. Unter dem Motto „Münster auf dem Weg zur Inklusion“ hatte die Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Münster (KIB) >>> Vertreterinnen und Vertreter der Vereine und Gruppen von und für Menschen mit Behinderungen zu einem Gedankenaustausch eingeladen. Dieser Austausch führte dazu, dass wir unsere Projektarbeit erneut reflektierten und unsere Inklusionserkenntnisse vertieften.

Seit einigen Wochen gewinnen wir wieder neue Ideen aus unserer Projektarbeit anlässlich der Einladung zu einer anderen Veranstaltung >>>. Auf Initiative der Stiftung Mercator sollen unsere Projektergebnisse Den Rest des Beitrags lesen »

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