Mein Name ist Annika Zacher und ich bin 28 Jahre alt.
Nach erfolgreicher Beendigung meiner Ausbildung als Heilerziehungspflegerin im Mai 2004 arbeitete ich in einem Wohnheim für psychisch erkrankte Menschen, wo der Schwerpunkt meiner Arbeit in der Betreuung von Menschen, im Alter von achtzehn bis dreißig Jahren, mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung lag.
Anschließend wechselte ich in eine Einrichtung zur Betreuung älterer Menschen, mit dem Schwerpunkt der demenziellen Erkrankung. In diesem Zusammenhang erarbeitete ich als Mitglied einer Projektgruppe ein Betreuungskonzept, welches speziell auf die Arbeit und den alltäglichen Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen ausgelegt war.
Seit dem 1. November 2009 bin ich tätig als Assistentin bei den Ambulanten Diensten e.V. und unterstütze in diesem Zusammenhang eine Frau mit körperlichen Einschränkungen in ihrer täglichen Lebensgestaltung.
In dieser, meiner jetzigen Tätigkeit, kann ich die Interessen und die Motivation meiner ursprünglichen Berufswahl als Heilerziehungspflegerin umsetzen und meine Vorstellungen und mein Engagement zur Arbeit mit Menschen mit den unterschiedlichsten “Behinderungen” in der Realität verwirklichen.
Meine Motivation an diesem Projekt teil zu nehmen, besteht in dem Interesse der Arbeit mit unterschiedlichsten Menschen, ob ohne oder mit “Behinderung”. Und dem Ausblick auf die Möglichkeit vom derzeitig verherrschenden Konzept der Integration von Menschen mit “Behinderung” zum Kozept der Inklusion dieser Menschen in zukünftig veränderte Gesellschaftsstrukturen zu kommen.
In der heutigen globalen Gesellschaft sind die Grenzen geöffnet und im Hinblick auf die Menschen sollte man dieses positiv nutzen. Das Thema der Inklusion gewinnt an Stellenwert in Deutschland und in Europa und es wird immer mehr an der Umsetzung in ihrem ursprünglichen Sinne gearbeitet.
Im Vergleich zu Deutschland haben andere europäische Staaten noch nicht den in Deutschland vorherrschenden Standard erreicht und ein gemeinsames Treffen und Gespräch kann in meinen Augen dazu führen, auch in anderen europäischen Ländern, die in Deutschland bereits begonnende Entwicklung nachzuvollziehen und umzusetzen. Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung in Deutschland welche sich von der stationären Betreuung von Menschen mit “Behinderung” abwendet und hin zur ambulanten Betreuung als Unterstützung eines eigenständigen Lebens orientiert.
Ich hoffe dieses Projekt gibt den Anstoss, die in Deutschland beginnende Orientierung auf die Inklusion auch in anderen Ländern umzusetzen.