Gelungene Folgeinitiative des EU-Projekts “Wir für uns in Europa”

 Welche Beispiele für gelungene Inklusion haben wir in Münster heute? Soll für Inklusion gespart werden? Sind wir noch integrativ oder schon inklusiv? Was heißt eigentlich „behindert sein“ und „selbstbestimmt leben“?

Über diese und andere Fragen diskutierten Doris Rüter und Anja Stehling (Sozialamt der Stadt Münster), Mieke Pinke (SeHT Münster e.V.), Dina Hamza (Inhaberin von „Rumpelspielchen“) und Björn Wagner (Blau-Weiß Aasee e.V.) im Rahmen der Initiative „Vielfalt interaktiv erfahren“ am Montag im LWL-Landeshaus. Die Leiterin der Initiative, Anni Velkova, moderierte die Veranstaltung.

Begeistert von ihren Erfahrungen, gestalteten die sieben InitiatorInnen nun die Veranstaltung „Vielfalt interaktiv erfahren“, um das einjährige Jubiläum von „Münsters Tagen der Inklusion“ zu feiern. Die VeranstalterInnen erinnerten an die eigenen Inklusionserfahrungen, die anhand eines Dokumentarfilms des EU-Projekts gezeigt wurden.
Im Laufe der Debatte verdeutlichte Doris Rüter den Unterschied zwischen „Integration“ und „Inklusion“. Anja Stehling und Dina Hamza betonten, wie wichtig für sie das selbstbestimmte Leben und die Freiheit sei, ihren Alltag nach eigenen Bedürfnissen und Wünschen zu gestalten. Anja Stehling erzählte darüber hinaus von Freizeitprojekten, bei denen man Menschen mit und ohne Behinderung treffen kann. Allerdings vertritt sie die Meinung, dass es weitere Treffpunkte geben sollte. Björn Wagner (Blau – Weiß Aasee e.V.) und Mieke Pinke (SeHT Münster e.V.) gaben Beispiele aus ihrer beruflichen Erfahrung, dass der Prozess der Inklusion Kreativität und Flexibilität erfordert. Projekte und Initiativen können diesen Prozess unterstützen. Die Diskussion wurde angeregt durch die aktive Teilnahme der zahlreichen BesucherInnen mit und  ohne Behinderung.

Eine FM-Anlage und ein Gebärdensprachdolmetscher sorgten dafür, dass sich jeder mit Fragen und Anregungen in die Veranstaltung aktiv einbringen konnte. Der in Eigenregie durchgeführte Dokumentarfilm und die spielerischen Aktivitäten mit dem Publikum vor der Diskussion verschafften eine besondere Atmosphäre in dem Plenarsaal. Die positive Reaktion der TeilnehmerInnen hat die InitiatorInnen überwältigt. Die Letzteren sind zuversichtlich, dass die Mehrheit der BesucherInnen weiterhin motiviert bleibt, den Prozess der Inklusion zu unterstützen.

Nähere Informationen über das EU-Projekt „Wir für uns in Europa“ und seine Folgeinitiativen
findet sich unter: europajugend.wordpress.com

Eine Antwort zu „Gelungene Folgeinitiative des EU-Projekts “Wir für uns in Europa”“

  1. Wir feiern Jubiläum mit der Folgeinitiative „Vielfalt interaktiv erfahren“! « Wir für uns in Europa Sagt:

    [...] voller Freude fortzusetzen. Weiterhin begeistert für die Idee der Inklusion gestalteten wir die Folgeinitiative „Vielfalt interaktiv erfahren“ >>> am 26.09.2011 im Plenarsaal des LWL-Landeshauses. Hier sind die Links zum Folgeinitiative [...]


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